5 Tipps für den Umgang mit Hunden – Isabelle Becker

Tipp 1:
Bedürfnisse erfüllen (nicht Wünsche): Es ist wichtig, sich mit den Grundbedürfnissen eines Hundes oder einer Rasse auseinanderzusetzen und diese auch ohne größere Einschränkungen zu erfüllen. Gleichzeitig sollte der Hund aber auch lernen, dass nicht jeder Wunsch oder Impuls erfüllt wird.
Tipp 2:
Gegenseitiger respektvoller Umgang: Eigentlich selbstverständlich. Mein Hund wird nicht geärgert, grundlos gestört oder unnötig in unangenehme Situationen gebracht. Genauso lernt er von Anfang an, auch meine Grenzen zu respektieren – zum Beispiel mich nicht anzuspringen, nicht die Nase in mein Essen zu stecken oder nicht in mich hineinzurennen.
Tipp 3:
Individuelle Grenzen respektieren: Jeder Hund ist ein Individuum und wenn mein Hund trotz guten Trainings im Alltag oder Sport etwas nicht leisten kann, dann plane ich innerhalb dieser Grenzen und versuche sie nicht sie mit Zwängen, maximalem Stress oder ähnlichem zu überschreiten.
Tipp 4:
Verlässliche Strukturen und Regeln bieten: Auch das gehört wohl zu den selbstverständlichen Dingen. Was heute erlaubt ist, ist genauso morgen in Ordnung. Verlässlichkeit bietet Sicherheit.
Tipp 5:
Gefühle sind (im Alltag) wichtiger als Kommandos: ich trainiere außer dem Rückruf kaum Alltagskommandos. Mein Schulhund weiß zum Beispiel, dass Schule erst mal abschalten und entspannen bedeutet, das ist viel mehr wert, als ihn in ein „Platz“ im Klassensaal kommandieren zu können. Und genau das gilt für alle Alltagssituationen, Lokal, Fußgängerzone sind emotional anders hinterlegt als Spaziergang oder Training.
Isabelle Becker
Hundesportlerin, im Hauptberuf Studienrätin für Mathematik und Informatik, Autorin von „Hundesport beginnt beim Hund“
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